Autor: Jonas Christmann / Heiko Kaluza
Vor dem Spiel
Unser Fanclub hat als Treffpunkt vor dem Spiel das Wirtshaus "Em Ringströßje" auf dem Alten Militärring nur unweit vom Stadion ausgemacht. Bestes Frühlingswetter und ein paar Kränze Kölsch vom
Fass sorgten für ein gelungenes warm up vor dem Spiel.
Die Supporters Fraktion aus Köln und Umgebung mussten dem ein oder anderem Südwestler bei den Speisen Nachhilfe geben, denn zu ihrer Überraschung gab es beim Bestellen des "halven Hahns" kein
Hähnchen serviert, sondern ein Röggelchen mit Käse und Zwiebeln - wieder etwas gelernt. Das obligatorische Gruppenfoto rundete das Treffen vor dem Spiel ab. Im Stadion fand sich der Großteil im
Gästeblock wieder, allerdings wanderten auch einige in den Heimbereich und gesellten sich unter die Effzeh Fans.
Borussia Dortmund hat am Samstagabend beim unseren Freunden aus Köln gastiert und dabei einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg eingefahren. Nach den Treffern von Serhou Guirassy und Maximilian Beier sah es lange nach einem recht souveränen Abend für Schwarzgelb aus, ehe der späte Kölner Anschlusstreffer die Partie doch noch einmal unnötig spannend machte. Am Ende zählt aber vor allem eines: Der BVB nimmt die drei Punkte mit nach Hause.
Dabei war es kein Spiel, das man wegen großer fußballerischer Glanzmomente in Erinnerung behalten wird. Dortmund machte insgesamt das nicht mehr als das Nötige, war über weite Strecken die abgeklärtere Mannschaft und nutzte seine Chancen besser als der Gastgeber. Guirassy brachte den BVB in der 16. Minute in Führung, Beier erhöhte nach der Pause auf 2:0. Dass es am Ende trotzdem noch eng wurde, lag vor allem daran, dass Dortmund es verpasste, das Spiel früher endgültig zu entscheiden.
Ein wichtiger und vielleicht sogar entscheidender Moment der Partie spielte sich kurz vor der Pause ab. Jahmai Simpson-Pusey sah zunächst nur Gelb, nach Eingriff des Video-Assistenten wurde die Entscheidung aber auf Rot korrigiert. Die sportliche Leitung der DFB Schiri GmbH bewertete diesen Eingriff später als richtig und sprach von einem gesundheitsgefährdenden Foulspiel gegen Maximilian Beier. Für den BVB war das natürlich ein (vermeintlicher) Vorteil, weil Köln damit fast die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste. Trotz Überzahl machte Dortmund aus dem Spiel aber kein ruhiges, klares Auswärtsspiel. Zwar sorgte Beier in der 60. Minute mit dem 2:0 zunächst für klare Verhältnisse, doch danach blieb Köln im Spiel. In der 88. Minute fiel dann der Anschlusstreffer durch Kaminski, nachdem Dortmund im eigenen Strafraum nicht konsequent genug verteidigte. Plötzlich wurde es noch einmal hektisch, obwohl der BVB die Partie eigentlich längst auf seine Seite hätte ziehen müssen. So blieb am Ende ein Sieg, der wichtig war, aber nicht komplett überzeugend wirkte. Dortmund hat sich die Punkte verdient, weil die Mannschaft ihre Tore gemacht und die Partie lange kontrolliert hat. Gleichzeitig kommt die Frage auf, warum ein Spiel in Überzahl nach einer 2:0- Führung überhaupt noch einmal so ins wackeln gerät. Dieser Teil des Abends, war aus BVB-Sicht unnötig.
Viel Wirbel um den Kölner Stadionsprecher
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte nach dem Spiel das Verhalten des Kölner Stadionsprechers Michael Trippel. Er reagierte sowohl auf die Rote Karte gegen Simpson-Pusey als auch später auf eine nicht geahndete Handspielszene von Yan Couto mit deutlichen Kommentaren über das Stadionmikrofon. Der DFB bewertete das klar und sprach davon, dass hier eine Grenze überschritten worden sei. Auch Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler stellte deutlich klar, dass ein Stadionsprecher seine Emotionen bei einem Bundesligaspiel nicht auf diese Weise über das Mikrofon verbreiten sollte. Trippel entschuldigte sich später. Emotionen gehören zum Fußball, Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen ebenfalls. Aber ein Stadionsprecher trägt Verantwortung und sollte nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen.
Die Handspielszene bleibt ein Thema
Ganz ohne Diskussionen ging dieser Abend allerdings auch aus BVB-Sicht nicht zu Ende. In der Nachspielzeit bekam Yan Couto den Ball bei einer Kölner Hereingabe an die Hand, Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterspielen und auch der, bei der Partie ans Stromnetz angeschlossene ;D, VAR griff nicht ein. Später stellte die sportliche Leitung des DFB klar, dass Köln in dieser Szene einen Handelfmeter hätte bekommen müssen. Begründet wurde das unter anderem damit, dass die Flugkurve des Balles erwartbar gewesen sei und Coutos Arm vom Körper abgespreizt war. Das gehört zur Ehrlichkeit bei der Bewertung dieses Spiels dazu. Ja, der BVB hat gewonnen. , aber genauso gehört dazu, dass Köln in der Schlussphase wohl ein Elfmeter zugestanden hätte werden müssen. Am Spiel selbst ändert das im Nachhinein nichts mehr, an der Diskussion über die Schiedsrichterleistung aber natürlich schon.
Fazit
Unterm Strich bleibt ein wichtiger Auswärtssieg für den BVB. Dortmund nutzte seine Chancen durch Guirassy und Beier, musste nach dem späten Kölner Anschlusstreffer aber doch noch einmal zittern. Neben dem Sportlichen blieb vor allem die Diskussion um die Entscheidungen des Schiedsrichters, das später eingeräumte strafbare Handspiel und der Auftritt des Kölner Stadionsprechers im Gedächtnis. Für Borussia zählen am Ende aber vor allem die drei Punkte aus einem intensiven Abend in Köln. Auch unser Fanclub war zahlreich vertreten und hat den BVB in Köln lautstark unterstützt. Umso schöner, dass wir die Rückfahrt mit drei Punkten im Gepäck antreten konnten.
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Hans (Mittwoch, 11 März 2026)
Wirklich schöner Artikel, danke! ��
FabRep (Mittwoch, 11 März 2026 16:06)
Wohl den Stecker vom VAR festgekettet �
Chris (Freitag, 13 März 2026 12:43)
Danke