Autor: Sascha Christmann
Spieltag am dritten Adventssonntag beim SC Freiburg – und zum Glück hatten wir genügend Tickets. So wurde es mal wieder eine unserer typischen Auswärtsfahrten, bei der viele Mitglieder unseres
Fanclubs zusammenkamen. Schon am Vormittag trafen sich zahlreiche Supporters auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt, bestens gelaunt und mit Glühwein sowie allerlei Leckereien versorgt. Nach dem
obligatorischen Gruppenfoto machten wir uns Richtung Stadion auf.
Ein Detail des Tages muss jedoch erwähnt werden: die Currywurst. Oder besser gesagt: das, was in Freiburg als Currywurst verkauft wird. Für acht Euro erhält man ein trauriges Wiener Würstchen im
Plastikbecher, ein wenig Curryketchup darüber und ein Aufbackbrötchen dazu. Keine Pommes, kein Geschmackserlebnis – eher ein klarer Fehlpass in der Stadiongastronomie. Vielleicht ist man im
Breisgau bei diesem Klassiker einfach nicht ligatauglich.
Druckvolle Anfangsphase und bittere Wende
Der Gästeblock war eine Stunde vor dem Anpfiff schon gut gefüllt, und das Warmsingen lief früh auf Hochtouren. Auf dem Rasen legte der BVB los wie die Feuerwehr: deutlich mehr Ballbesitz, frühe
Abschlüsse und viel Druck auf die Freiburger Hintermannschaft. Das spornte auch unseren Block an, der die Mannschaft lautstark nach vorne peitschte.
Trotz zahlreicher guter Chancen fehlte zunächst die letzte Konsequenz. Nach 31 Minuten war es dann aber soweit: Ramy Bensebaini stand bei einem Freistoß von Yan Couto goldrichtig und drückte den
Ball zum überfälligen 1:0 über die Linie.
Mit diesem Gefühl ging es in die Pause, und der Gästeblock erwartete eine souveräne zweite Hälfte. Doch in der 53. Minute kippte das Spiel komplett. Ein missglückter Pass von Kobel auf Bellingham
wurde von Freiburgs Philipp Treu abgefangen, Jobe zog die Notbremse und sah folgerichtig Rot. Von da an spielte der BVB in Unterzahl und musste den Breisgauern mehr Raum geben.
Freiburg wurde stärker, während Dortmund überwiegend im eigenen Strafraum beschäftigt war. Kobel hielt uns mit mehreren Glanzparaden im Spiel und bügelte seinen Fehler fast wieder aus. Doch in
der 75. Minute schlug ein Drehschuss unhaltbar ein – der 1:1-Ausgleich.
Trotz sechs Minuten Nachspielzeit blieb es beim Unentschieden. Unser Trainer wechselte zwar noch Adeyemi für die letzten 2 Minuten ein, aber der erhoffte Lucky Punch blieb aus.
Ausblick auf den Jahresabschluss
In der Tabelle stehen wir jetzt punktgleich mit Leipzig auf Rang drei. Am Freitag folgt das letzte Spiel vor der Winterpause – zu Hause gegen die falsche Borussia aus Gladbach.
… Und wir schmeißen Stein auf Stein auf die Elf vom Niederrhein!




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