Autor: Sascha Christmann
Eigentlich war der Sieg gegen die aktuell deutlich schwächelnden Hotspurs schon fest eingeplant. Doch es sollte anders kommen.
Ein Teil unseres Fanclubs plante gleich ein paar Sightseeing-Touren in London ein, andere reisten pünktlich zum Spieltag an. Jedenfalls wurde das Gästekontingent vollständig ausgeschöpft, sodass
insgesamt gut 4.000 Anhänger aus Dortmund erwartet wurden.
Spieltag in London
Bereits am Vormittag waren die meisten Supporters aus dem Südwesten in London angekommen. Einige von uns trafen sich am Sky Garden - der dreistöckige botanische Garten auf dem Dach ist Londons höchster
öffentlicher Park und befindet sich im 38. Stock des gleichnamigen Hochhauses. Von dort aus hat man einen fantastischen Ausblick, unter anderem auf den Tower of London, die Themse und die Tower
Bridge.
Danach ging es auf ein paar gepflegte Bierchen in einen typischen Londoner Pub, wo wir den Rest der Meute trafen.
Das Tottenham Hotspur Stadium öffnet bereits um 18.00 Uhr seine Pforten, deshalb machten wir uns zeitig auf den Weg, um noch einen guten Platz möglichst weit vorne im Gästeblock zu ergattern.
Kein Bier im Gästeblock – Not macht erfinderisch
Im Stadion wurde zwar Bier in Plastikbechern ausgeschenkt, dieses durfte jedoch auf den Rängen nicht konsumiert werden. Das stieß vor allem bei den für ihren Bierdurst bekannten Anhängern aus Dortmund auf völliges Unverständnis. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch: Kurzerhand besorgte man sich Teebecher mit Deckel und füllte dort einfach das Bier hinein. Um die Täuschung perfekt zu machen, ließ man das Etikett eines Teebeutels aus dem Becher hängen.
Schwache erste Halbzeit inklusive roter Karte
Schon vor dem Anpfiff zeigte sich der Dortmunder Anhang siegeshungrig und feuerte den BVB dermaßen frenetisch und lautstark an, dass man glauben konnte, es handele sich um ein Heimspiel im
Dortmunder Westfalenstadion. Der anregende Bier-Tee spielte hierbei sicherlich auch eine gewisse Rolle. Von den Spurs aus Nordlondon war jedenfalls kaum etwas zu hören.
Ganz anders lief es auf dem Platz. Der BVB agierte völlig unmotiviert und orientierungslos. Nach 45 Minuten hatten die Schwarzgelben nicht eine einzige Torchance herausgespielt. Auch das
Verhalten in der Defensive, wo man in einer wackeligen Fünferkette stand, ließ ein Desaster erwarten.
In der 14. Minute schob der argentinische Innenverteidiger Romero eine Flanke aus kurzer Distanz zum 1:0 ein.
Bereits in der 26. Minute sah Svensson die Rote Karte. Zunächst war sein Foul an Wilson Odobert vom Schiedsrichter mit Gelb geahndet worden, doch nach Eingriff des Videoassistenten kam es
schließlich zum Platzverweis.
Dortmund etwas besser in Halbzeit zwei
In der Halbzeitpause gab es, wie es sich in der Kurve gehört, reichlich frisch gezapften Pausentee. Anschließend wurden die Mannen von Borussia Dortmund erneut frenetisch angefeuert. Was den
Support betraf, lag das Spiel eindeutig in Dortmunder Hand.
Zur zweiten Halbzeit wechselte Trainer Niko Kovač und nahm Serhou Guirassy sowie Julian Brandt vom Feld. Neu ins Spiel kamen Emre Can und Julian Ryerson.
Der BVB hatte nun – obwohl nur noch zu zehnt – deutlich mehr Ballbesitz, stand defensiv wesentlich stabiler und wurde sogar einmal gefährlich, als ein Freistoß von Ryerson nur knapp das Tor
verfehlte.
Nach der unsäglich schwachen ersten Halbzeit kam jedoch jedes Aufbäumen zu spät, und so blieb es letztlich beim 0:2.
Ausblick
Es deutet vieles darauf hin, dass sich Borussia Dortmund nicht mehr direkt für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren kann. Das letzte Ligaspiel der Champions League findet in der
kommenden Woche gegen Inter Mailand statt – am Mittwoch im heimischen Fußballtempel an der Strobelallee.
In der Bundesliga läuft es dagegen sehr gut: Der BVB steht aktuell auf Platz 2 und muss am Samstagabend (24.01.2026) beim 1. FC Union Berlin an der Alten Försterei antreten.
schwarz und gelb ist mein Verein.
Abstiegskampf oder Pokale,
will keinen Tag mehr ohne dich sein.
Borussia Dortmund,
ich sing’ für dich damit du siegst,
weil´s für mich und meine Freunde
auf der Welt nichts schöneres gibt.







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Dennis (Sonntag, 25 Januar 2026 17:44)
Danke Sascha!
Jonas (Sonntag, 25 Januar 2026 17:46)
Schöner Beitrag !
Christian Barski (Sonntag, 25 Januar 2026 19:13)
Top danke